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Aktuelles

Papstgeschichte des hohen Mittelalters: digitale und hilfswissenschaftliche Zugangsweisen zu einer Kulturgeschichte Europas

Die Papstgeschichte des hohen Mittelalters stellt den Schlüssel zur europäischen Kulturgeschichte dar. So widmet sich die Forschung schon lange der bedeutenden Institution des Papsttums. Dabei spielen die Hilfswissenschaften traditionell eine beachtliche Rolle, da die Kurie neben der Kanzlei der römisch-deutschen Könige und Kaiser der wichtigste Urkundenaussteller des Mittelalters war. Seit einiger Zeit wird auch die Informatik zur Untersuchung dieses unikalen Quellengutes herangezogen. Mit Hilfe der Musterkennung können gerade im Bereich der Diplomatik und der Paläographie neue Erkenntnisse gewonnen werden. 

Das Projekt Schrift und Zeichen widmet sich diesem Phänomen und möchte bei der Tagung verschiedene Zugriffsmöglichkeiten präsentieren. So werden zunächst technische und hilfswissenschaftliche Ansätze vorgestellt. Ergebnisse der Mustererkennung können aber auch Aufschluss im Bereich von Institution und Personal bieten. Ziel der Tagung ist daher neben den Möglichkeiten einer automatischen Analyse die daraus gewonnen Ergebnisse zu deuten und in der kulturgeschichtlichen Forschung zum Papsttum einzuordnen.

Dazu werden international führende Forscher aus den Bereichen Mittelalterliche Geschichte, Historische Grundwissenschaften und Automatische Mustererkennung zusammen geführt, um über Erfahrungen, Chancen und Herausforderungen zu diskutieren, welche digitale Projekte bergen und welchen „Mehrwert“ die Digital Humanities für die Geschichtsforschung haben können.

Anmeldung bitte bis zum 9.2.2015 bei:

Viktoria Trenkle (Viktoria.Trenkle(at)fau.de)

Datum und Ort: Erlangen Senatssaal im Schloss, 20. und 21. Februar 2015

 

 

 

Tagung: Papsturkundenforschung zwischen internationaler Vernetzung und Digitalisierung

Neue Zugangsweise zur europäischen Schriftgeschichte

In der Erforschung der Geschichte des Papsttums gewinnen europäische Perspektiven gegenüber nationalen Sicht- und Herangehensweisen immer stärker an Gewicht. Zugleich lassen die ausgedehnten Digitalisierungsmaßnahmen der jüngeren Zeit eine intensive Vernetzung europäischer Forschungsinstitutionen möglich und erstrebenswert erscheinen. Das europaweite Zusammenwachsen der historischen Forschung führt zu einer nachhaltigen Erweiterung der Forschungsfragen, aber auch zu neuen Problemen.

 

Durch die rasch fortschreitende Digitalisierung in geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschungsdisziplinen werden deren Strukturen und Methoden schneller, effektiver und moderner. Zwar wird der Integration von EDV-basierten Arbeits- und Analyse-Instrumenten vielfach noch immer mit Skepsis begegnet; andererseits lässt sich aber eine hohe Erwartungshaltung gegenüber digitalen Werkzeugen konstatieren. Nicht zuletzt zeigt sich eine große Diskrepanz zwischen den aktuellen technischen Möglichkeiten der EDV und den methodischen Anforderungen der Geisteswissenschaften.

 

Ziel der Tagung ist es daher, international führende Forscher aus den Bereichen Mittelalterliche Geschichte, Historische Grundwissenschaften und Automatische Mustererkennung zusammenzuführen, um über Erfahrungen, Chancen und Herausforderungen zu diskutieren, welche die zunehmende europäische Vernetzung, die Digitalisierung und die wachsende Kooperation unterschiedlicher Forschungsdisziplinen für die Forschung an mittelalterlichen Papsturkunden bedeuten.

Nähere Informationen finden SieÖffnet externen Link in neuem Fenster hier.

 

Datum, Ort: 24. und 25. März 2014, München, Historisches Kolleg

 

Das Tagungsprogramm finden sie Leitet Herunterladen der Datei einFlyer. Leitet Herunterladen der Datei einProgramm

 

 

Internationale Konferenz

Papsturkundenforschung zwischen internationaler Vernetzung und Digitalisierung: Neue Zugangsweisen zur europäischen Schriftgeschichte.

Anmeldungen bis 14. März 2014 an:

E-Mail: GHW@lrz-uni-muenchen.de

Teilnahmegebühr: 20,- Euro

Studierende: 10,- Euro

 

Kontakt:

Benedikt Hotz und Benjamin Schönfeld

Historisches Seminar der LMU

Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde

Geschwister-Scholl-Platz 1

80539 München

E-Mail: GHW@lrz.uni-muenchen.de


Regesta Pontificum Romanorum online!

Seit dem 18. November 2013 ist die online-Datenbank des Göttinger Papsturkundenwerkes unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.papsturkunden.de erreichbar. Hier werden zukünftig zu allen Papstkontakten bis zum Jahr 1198 Regesten präsentiert werden, die einen schnellen Überblick über Inhalt und Überlieferung bieten.

Schrittweise werden die Bände, die innerhalb des Göttinger Akademienprojektes „Papsturkunden des frühen und hohen Mittelalters“ erarbeitet werden, nach einer moving wall der Forschung auch in digitaler Form zur Verfügung gestellt. Die Datenbank bietet besonders durch zahlreiche Suchfunktionen viele Vorteile gegenüber den häufig ohne Register gedruckten Regestenbänden.

Zudem werden die Photographien der Göttinger Sammlung, die in Kooperation mit dem Projekt „Schrift und Zeichen“ digitalisiert wurden, schrittweise mit der Datenbank verbunden. Auch die Integration der älteren Bände des Papsturkundenwerkes in die Datenbankstruktur wird langfristig angestrebt, zuvor werden diese schrittweise als OCR-Scans über die web-Oberfläche der Datenbank zugänglich sein.

Zunächst sind die 282 Regesten der Bohemia-Moravia Pontificia zugänglich. Doch nicht nur die Regesten des Göttinger Papsturkundenwerkes sind in die Datenbank integrierbar. Auch auf die Neuauflage der Regesta Pontificum Romanorum des Phillip Jaffé, die in dritter Auflage derzeit in Erlangen erarbeitet wird, kann man zukünftig über diese Datenbank zugreifen. Da auch die Implementierung der Papstregesten der Regesta Imperii möglich ist, können dann die drei großen Regestenwerke der Papsturkundenforschung online vergleichend konsultiert werden.

Die Lange der Nacht der Wissenschaften

Das Projekt Schrift und Zeichen wird sich an der Langen Nacht der Wissenschaften beteiligen. Um 20 Uhr werden die zentralen Anliegen des Projektes in dem Vortrag Die rechte Hand des Papstes - computergestützte Analyse von mittelalterlichen Papsturkunden vorgestellt. Natürlich besteht den ganzen Abend über die Möglichkeit sich am Infostand näher über unser Projekt zu informieren oder sich von den ersten entwickelten Tolls selber zu überzeugen.

Von 18 bis 24 Uhr haben Sie die Gelgenheit sich in der Orangerie, wo Sie auch die anderen Digital Humanities der FAU finden, über unser Projekt zu informieren. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Nähere Informationen zur Langen Nacht der Wissenschaft finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

Internationale Tagung Automatischen Mustererkennung und Historische Dokumentenanalyse

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Teilnehmern der internationalen Tagung Automatische Mustererkennung und Historische Dokumentenanylse bedanken.

Wir empfanden die zwei Tagen in Erlangen als sehr berreichernd und hoffen, dass auch Sie neue Anregungen bekommen haben.

Die Öffnet externen Link in neuem FensterRegistrierung für unsere internationale Tagung ist nun möglich.

Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Tagungsprogramm, den Rednern und dem Veranstaltungsort.